Endgültige Kostenübernahme der Cannabistherapie auch für „nur“ an Depressionen leidende Versicherte

Im Nachgang zu unserem Beitrag vom 08. August 2018 zum gerichtlichen Eilverfahren teilen wir mit, dass wir in einem gerichtlichen Verfahren vor dem Sozialgericht Hannover (Gerichtsbescheid vom 28.02.2019, Az.: S 50 KR 729/18 ER) für unsere Mandantschaft die endgültige Kostenübernahme der Krankenkasse für eine Cannabistherapie mit Medizinal-Cannabisblüten erstritten haben, obwohl neben Depressionen keine weiteren Erkrankungen vorliegen.

 

Das freut uns umso mehr, als dass die Leiden unserer Mandantschaft durch die Cannabistherapie nachweislich erfolgreich gelindert werden. Daneben übersteigen die Kosten der in diesem Fall lebensnotwendigen Cannabistherapie den finanziellen Spielraum der Mandantschaft bei einer ansonsten notwendigen eigenen Kostentragung bei weitem.

 

Zwar ist der Gerichtsbescheid noch nicht rechtskräftig (es kann also noch Berufung seitens der Krankenkasse eingelegt werden), dafür ist die Begründung jedoch sehr eindeutig zugunsten der rechtlichen Interessen unserer Mandantschaft.

 

Fluch und Segen zugleich ist, dass die Entscheidungsgründe sich im Wesentlichen mit der Fiktionswirkung des § 13 Abs. 3a S. 1 SGB V beschäftigen und nicht wie gewünscht, detailliert mit den gesetzlichen Voraussetzungen des § 31 Abs. 6 SGB V (wenngleich das Gericht diese sehr ausdrücklich und klar als vorliegend ansieht). Aber auch das schmälert die Entscheidung des Sozialgerichts Hannover in keiner Weise!

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