Die Verteidigung im Pflegestrafrecht

Die Pflegebranche ist besonders. Das wissen wir. Besonders schwer wiegen häufig auch die im Rahmen der Berufsausübung als Pflegekraft auftretenden Vorwürfe, egal ob von Angehörigen, der Heimaufsicht oder der Staatsanwaltschaft: Die Geschäftsführung, die Heimleitung, die PDL oder die Fachkraft habe eine Straftat begangen. Das ist Pflegestrafrecht.

 

Was sind die Besonderheiten im Pflegestrafrecht?

Strafrechtliche Vorwürfe sind nie auf die leichte Schulter zu nehmen. Dies liegt daran, dass Handelnde in der Pflegebranche häufig mit multi-morbiden Menschen, zumindest mit schwer kranken Menschen zu tun haben und nicht selten deswegen wegen fahrlässigen Tötungsdelikten ermittelt wird. Ebenso liegt es daran, dass die NuWGPersVO (Verordnung über personelle Anforderungen für unterstützende Einrichtungen nach dem Niedersächsischen Gesetz über unterstützende Wohnformen) vorschreibt, dass Betreiber, Heimleiter und Fachkräfte persönlich geeignet sein müssen, damit sie im Pflegebereich weiterhin tätig sein können. Ausgeschlossen sind bspw. eine Vielzahl strafrechtlicher Verurteilungsmöglichkeiten. Damit haben auch Betreiber ein reges Interesse daran, dass es nicht zu strafrechtlichen Verurteilungen kommt. Andernfalls fällt ihnen unter Umständen Personal weg.

 

Welche Vorwürfe kommen in Betracht?

Im Bereich der Pflegebranche kommt es wiederkehrend zu einer Vielzahl von Vorwürfen, die die Beschuldigten begangen haben sollen. Insbesondere (fahrlässige) Körperverletzungsdelikte, fahrlässige Tötung, Freiheitsberaubung, Misshandlung von Schutzbefohlenen und sexuelle Belästigung werden Pflegekräften immer wieder vorgeworfen. Aber auch (Abrechnungs-)Betrug, Untreue usw. stehen regelmäßig im Fokus der Ermittlungsbehörden, soweit Führungspersonal beschuldigt wird. Auch Scheinselbstständigkeit ist ein wiederkehrendes Problem.

 

Was kann ich tun?

Sofern Sie beschuldigt werden eine Straftat begangen zu haben, ist es regelmäßig ratsam zunächst zu den erhobenen Vorwürfen zu schweigen. Den Grund hierfür erfahren Sie hier.

 

Sollte eine Geschäftsraumdurchsuchung stattfinden oder bereits ein Strafbefehl erlassen oder eine Anklage erhoben worden sein, finden Sie mehr Informationen in den Links.

 

So oder so sollten Sie die gegen Sie erhobenen Vorwürfe nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wir stehen Ihnen gerne zu Ihrer Verteidigung zur Seite. Wir kennen das Strafrecht und die Pflegebranche, somit das Pflegestrafrecht. Damit sind Sie bei uns in guten Händen.

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